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ARM und REICH

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DIE SCHERE KLAFFT

Deutschland ist ungerechter als jedes andere Euro-Land

"Eine Studie des IMK kommt zu dem Schluss, dass die Einkommensunterschiede seit der Wiedervereinigung stark angestiegen sind. Die Zahl der Beschäftigten auf Teilzeitbasis oder in Zeitarbeit stiegt seit 1991 . Die Zahl der Mini-Jobber nahm rapide zu. Die Folgen sind Altersarmut und Überschuldung. " (Wirtschaftsnachrichten Sept 2013)

 

Trend: Vor allem Arbeitslose besitzen immer weniger

Es ist eine unvorstellbare Summe: 6,3 Billionen Euro Vermögen haben die Deutschen angehäuft. Dass dieses  Geld nicht gerecht in der Gesellschaft verteilt ist, ist nicht neu – tatsächlich ist die Ungerechtigkeit aber sogar größer als in jedem anderen Land in der Euro-Zone. Das zeigt eine neue Studie des DIW (Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung).

Die schockierenden Zahlen: Die reichsten ein Prozent der Deutschen besitzen im Schnitt 817.000 Euro, während ein Fünftel von uns überhaupt kein Vermögen hat. Schuld daran ist wohl auch die Hartz-Reform – denn es fällt auf: In den letzten zehn Jahren haben vor allem Arbeitslose an Vermögen eingebüßt, waren es 2002 noch im Schnitt 30.000 Euro, besitzen Sie jetzt nur noch 18.000 Euro pro Person. Kein Wunder, müssen Sie doch vor dem Erhalt von Hartz-IV-Leistungen anders als früher erst ihr eigenes Vermögen aufbrauchen.

Immerhin: Der negative Trend bei den Arbeitslosen ist offenbar die Ausnahme. Denn die Schere geht nach Erkenntnissen des DIW insgesamt nicht auf: "Insgesamt hat sich an der Vermögensverteilung im Land wenig geändert, die Ungleichheit verharrt auf hohem Niveau", sagte DIW-Experte Markus Grabka.

Dennoch lassen die Zahlen einmal mehr aufhorchen: Männer haben mehr als Frauen, Ostdeutsche besitzen nicht einmal halb so viel wie Westdeutsche und Paare mit Kindern stehen schlechter da als Kinderlose. Die Besitztümer sind also alles andere als fair verteilt."

Aktualisiert ( Samstag, den 01. März 2014 um 10:15 Uhr )
 

Fassenacht

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Was bedeuten die Karnevalsausrufe "Helau" und "Alaaf"?

 

 

Wenn die Narren in der fünften Jahreszeit fröhlich "Helau" rufen, meinen sie eigentlich das angestaubte Adverb "Hellauf" aus dem 18. Jahrhundert. Zusammengesetzt aus dem Partikel "auf" und dem Adverb "hell" bedeutet das Wort soviel wie "hell auflachen". Der Buchstabe "f" fiel wahrscheinlich im Laufe der Jahre der feucht-fröhlichen Karnevalistenlaune zum Opfer. Gleichen Ursprung hat übrigens auch die Redewendung "hellauf begeistert sein".

Etwas anders gestaltet sich die Herkunft des Kölschen Karnevalsrufs "Alaaf". Vermutlich liegt der Ursprung im Begriff "all-ab" (mundartlich "all-af"), was so viel bedeutet wie "alles zur Seite". "Kölle alaaf" könnte man also folgendermaßen frei übersetzen: "Achtung Kölle, Platz da! Hier kommen die Jecken!"

In Ludwigshafen und Mannheim rufen sie "Ahoi".

 Nachdem Schiffer, Hafenarbeiter und Fischer des Binnenlandes den Ausdruck von der Küste übernommen hatten, popularisierten ihn die Karnevalsvereine.In den Umzügen grüßt die Besatzung eines Narrenschiffs das Volk am Straßenrand mit Ahoi! und erhält denselben Gruß zurück. Traditionell ist er in der Kurpfalz verbreitet, etwa in Mannheim mit „Monnem ahoi“ oder „Mannem ahoi!“ und in Ludwigshafen, aber auch in angrenzenden Gebieten wie dem nordbadischen Altlußheim sowie im südthüringischen Wasungen, dort mit „Woesinge ahoi!“ Auf dem Backfischfest der Fischerzunft in Worms wird ebenfalls mit „ahoi“ gegrüßt.

 

Bürgermeisterwahl

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SPD hat einen Kandidaten

Hessel (CDU) kann sich auf einen Kontrahenten einstellen: Martin Weidmann ist die erste Wahl der SPD-Genossen von Heidesheim. Sie trafen sich vor wenigen Tagen und bestimmten Weidmann - auch als "Dan Tanner" bestens bekannt - zu ihrem Kandidaten für den Bürgermeisterposten. Es verspricht sich so mancher Genosse wahrscheinlich viel durch die Popularität des heidesheimer "Popstars". Man wird sehen, ob die Rechnung aufgeht. Man muss aber auch fragen stellen: wie wird es ein "Bürgermeister Weidmann" vereinbaren können ? Geschäft und Bürgermeisterposten? Bekanntlich befindet sich der Geschäftssitz seiner Firma bereits im Rathaus von Heidesheim im Parterre. Können wir etwa einem neuen "Synergie-Effekt" Heidesheimer Machart entgegensehen?. Der Altbürgermeister Rump (CDU) kleidete schon über zwei Legislaturperioden das Amt des Bürger- und des Verbandsbürgermeisters aus und kreierte den Begriff "Synergie" neu für Heidesheim. Und was dieser Synergieeffekt für die Bürger brachte? Daran können sich einige Bürger sicherlich noch erinnern: Stillstand und Verharren.

Aber vielleicht wird der Geschäftsmann Weidmann seinen Synergieeffekt vielleicht doch eher auf einer anderen Basis ausleben und vorführen?! Er braucht ja auch gar nicht das Haus wechseln, nur einfach nur die Etage. Mit Rockmusik wird er sicherlich nicht synergetisch umgehen, vielleicht doch eher mit Geschäften: in Parterre ?!

Wollen wir doch mal sehen, wen die Grünen aufstellen werden. Da sie ja so gut wie gar nicht politisch im Ort auffallen, wird es vielleicht eine sehr ortsverbundene Person sein, die nun gar nichts mit Geschäften zu tun hat.

Aktualisiert ( Montag, den 20. Januar 2014 um 23:13 Uhr )
 

OG-Rat Heidesheim

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Ratssitzung am 28.01.14

Haushalt wieder mit Minus

Der Ortsgemeinderat am Dienstag hat den neuen Haushalt beschlossen. Defizit 1,1 Mio € und eine Neuverschuldung von 710 000 € muss die Gemeinde neu an Krediten aufnehmen, um den Haushalt auszugleichen. Der Schuldenberg liegt bei 6 Mio wegen des Verkaufs der gemeindeeigenen Wohnungen. Man wird dann sehen, wie sich die Kommunalaufsicht dazu verhält. Denn diese Aufsichtsbehörde kritisiert seit Jahren die ständigen Neuverschuldungen der Gemeinde. Die Aufsichtsbehörde kann - nach Prüfung der Unterlagen - eine Zustimmung verwehren. Im schlimmsten Falle könnte die Kreisverwaltung die "finanzielle Macht" in Heidesheim übernehmen, wenn es dem Rat nicht gelingt, die Bedenken der Kreisverwaltung auszuschlagen´und zu widerlegen.

Kreisumlage und VG-Umlage sind gestiegen. Beide Gremien haben dies beschlossen und die Ortsgemeinden müssen es befolgen. So ist es Gesetz. In diesen Räten sitzen aber zum guten Teil die selben Ortspolitiker, die sich dann im Ort darüber beklagen: Hessel (CDU) auch im VG-Rat, Bettingen (CDU) OG-Rat und VG-Rat und Kreistag...

Insgesamt steigen die Umlagen um 1,6 Mio €. Damit werden die erfreulichen Mehreinnahmen durch Steuerzuweisungen geradewegs wieder aufgesogen.

Die Debatte verlief recht scharf und kontrovers. Überraschend allerdings das Abstimmungsverhalten. Nach harscher Kritik der SPD an der CDU und speziell Bürgermeister Hessel, stimmten die Sozialdemokraten dann doch mit JA für den Haushalt.

Allein die Grünen stimmten dagegen. Der Linke Schmidt verließ aus Protest den Sitzungstisch. Er sagte, er wolle nicht an einer Abstimmung teilnehmen , wo er an von den Beratungen ausgeschlossen gewesen sei. Er ist fraktionslos und besitzt kein Stimmrecht im Haushaltsausschuss und er besitzt kein Antragsrecht im Rat. Sein Wort könne in dem Ausschuss geduldet sein, seine Stimme aber nicht. So sei es auch eine Farce, als sozusagen "besserer Zuschauer" im Rat seinen Arm zu heben.

HILL verlässt FDP und Fraktionsgemeinschaft

(überarbeitet)

Sehr überraschend teilte Bettingen (CDU) dem Rat und der Öffentlichkeit am ENDE der Ratssitzung mit, dass der Kollege Hill (bisher FDP) die Partei und die Fraktion gewechselt habe. Hill selbst sagte dazu nichts. Auch der nun alleingelassene Gebhardt (FWG) äußerte sich nicht.

Ein  äußerst bedenklicher Vorgang. Denn Hill und die CDU Fraktion ließen den Rat die gesamte Sitzung im Glauben, es existiere eine Fraktionsgemeinschaft von FDP und FWG. Normalerweise teilt der Fraktionssprecher der Fraktion - hier FDP/FWG - dem Bürgermeister vor der Sitzung mit, dass diese Fraktionsgemeinschaft nicht mehr besteht. Es wäre also an Hill gewesen, den Rat und die Öffentlichkeit zu informieren. Stattdessen schwieg er.

Dieses Verhalten löst besonders unter dem Hintergrund unangenehmen Geschmack aus, da Hill sich in der Debatte weniger inhaltlich zu dem Haushalt, sondern eher darüber aufregte, dass der Linke Schmidt nicht an der Abstimmung teilnehmen wolle und dies vorher bekanntgab. Hill: "wer mit seiner Stimme so umgeht, hat die Stimme nicht verdient!" Für wen ist Herr Hill in den Rat gewählt worden? Wie geht er mit seiner Stimme um? Diese Frage muss er sich nun wohl gefallen lassen!

Folgen des Übertritts!

  • Die CDU hat nun statt 10 Ratssitzen 11. Eine Verfälschung des Wahlergebnisses von 2009.
  • Die Wähler gaben der FDP-Liste ihre Stimmen und den darauf vertretenen Personen. Nun ist die FDP raus aus dem Ortsparlament, nicht mehr vorhanden! Die FDP hatte knapp über 5% der Wählerstimmen. Nun ist sie raus. Eine Verfälschung des Wahlergebnisses von 2009.
  • Retho Hill ist Ausschussmitglied im Haupt- und Finanzausschuss, auf Vorschlag der Fraktionsgemeinschaft FDP/FWG dort hineingewählt. Die CDU hat aufgrund ihrer Fraktionsstärke 4 Ausschussmitglieder in jedem Ausschuss. Durch den Übertritt von Hill nimmt er auch seinen Ausschussplatz mit. Damit hat die CDU-Fraktion 5 Sitze im Haupt- und Finanzausschuss, also die absolute Mehrheit (Ausschüsse haben 8 Sitze !). Eine klare Verfälschung des Wählerwillens und des Wahlergebnisses

Die FDP wäre wohl gut beraten, Hill aufzufordern, sein Mandat abzugeben.

Antwort der FDP

die FDP Heidesheim bedauert den Austritt von Herrn Retho Hill. Wir
wünschen ihm für die Zukunft trotzdem alles Gute und hoffen auf eine
weiterhin gute Zusammenarbeit für Heidesheim.

Seitens der FDP Mitglieder hatte es keine Bereitschaft gegeben, seiner
Forderung auf den Platz 1 der Liste für die anstehende Kommunalwahl zu
entsprechen.

Da die Wähler bei der Wahl 2009 Herrn Hill für die FDP in den Rat
gewählt haben, bitten wir Herrn Hill um Verzicht auf sein Mandat.
Gemäß § 45 Satz 1+4 GemO RP berufen wir ihn als Ausschussmitglied ab.

 Mit freundlichen Grüßen
Michael Julius Schwarz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 02. Februar 2014 um 17:01 Uhr )
 

Neger

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Bimbo-bimbo täterä!

Ernst Neger Logo in der Kritik

MAINZ - "War es ein Schuss ins Schwarze, der die Firmenheraldik des Dachdeckerbetriebes Neger ins Wanken bringt? Seit über 60 Jahren verleiht das Logo eines wie der Klischeekiste der Kolonialzeit entsprungenen, den Schieferhammer schwingenden Schwarzen dem Betrieb einen hemdsärmelig-exotischen Anstrich. " So umschreibt die AZ die Problematik um das tatsächlich sehr kolonialistisch anmutende Logo des allseits geachteten und verehrten Fastnachtssängers "Ernst Neger" und seiner Dachdeckerfirma ansässig in Mainz.

"Das Nescherlein gehört zu Mainz"

http://www.allgemeine-zeitung.de/fm/819/thumbnails/Dachdeckerbetrieb%20Ernst%20Neger.jpg.19940950.jpg

„Mir ist es schnuppe, woher der Name kommt“, sagt Neger-Enkel Thomas. 99 Prozent der Bevölkerung assoziiere den Nachnamen nicht mit einer Nähnadel, sondern mit dem Bild eines Schwarzen. Neueste Namensforschung ergab nämlich dass "Neger" nun gar nicht mit der diffamierenden Bezeichnung von schwarz-afrikanischen Menschen zu tun hat, sondern eher mit der rheinhessischen, mundartlichen Benennung des "Nähens". Warum aber hat sich Ernst Neger gerade diese diskriminierende Position zu eigen gemacht, als er sich für das Logo entschied: eine schwarzafrikanische Person (Mann oder frau?) im Baströckchen mit großen Ohringen darzustellen? Klischee höchster Güte und DISKRIMINIERUNG unterster Kiste.

So reagiert auch der Mainzer Uni-Professor Prof. Thomas Bierschenk in einem Leserbrief in der AZ empört. Er weiß wovon er spricht, denn er ist selbst mit einer arfikanischen Frau verheiratet: "Auch wenn es Thomas Neger offensichtlich nicht bewusst ist und niemand böse Absicht unterstellt - das Logo seiner Familie steht in einer rassistischen Bildtradition und sollte abgeschafft werden. Da der Mainzer Familiennamen anscheinend überhaupt keinen Bezug zu Afrika hat, und da das Logo überhaupt erst 60 Jahre alt ist, gibt es auch keine Begründung für die Beibehaltung. Es passt keinesfalls in den öffentlichen Raum einer modernen Großstadt des frühen 21. Jahrhunderts, Sitz einer der größten Universitäten Deutschlands, die auf ihre vielen hundert ausländischen Studierenden stolz ist. Vilele von ihnen, ebenso wie zahlreiche Mainzer Bürger, aber auch Besucher afrikanischer Herkunft können sich zu Recht verletzt fühlen."

 

 

Aktualisiert ( Sonntag, den 19. Januar 2014 um 10:08 Uhr )
 


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