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KIGA in der ZOAR

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Kommentar J.Schmidt

"Inklusion und Pädagogik wurde ignoriert und verschwiegen"

Die CDU Fraktion , vorneweg ihr Fraktionssprecher Bettingen, spielt in Heidesheim eine unaufrichtige Rolle. Eine weit ausgedehnte „Scheindebatte“ sollte Öffentlichkeit und Teilnehmer der Ratssitzung am 9.Dezember verwirren. Dies gelang zu einem großen Teil. Selbst Bürgermeister Hessel (CDU) wusste am Ende nicht mehr, welcher Zusatzantrag und welcher Erweiterungsantrag wozu gestellt war und was überhaupt abgestimmt werden sollte.

Taktieren und  Manöver wurden von der CDU – Fraktion aufgefahren und durch den Grünen Luser noch unterstützt. Wobei das Ziel der CDU sicherlich war und ist, einen Kindergarten auf dem Gelände der ZOAR zu verhindern, koste es was es wolle.

Unaufrichtig war die Debatte auch deshalb, weil die CDU niemals offen aussprach, was ihre wirklichen Gründe für eine Ablehnung des so dringend benötigten KIGA-Baus sind. Es ist zu vermuten, dass es sehr niedere und sozial nicht verträgliche Argumente sind: In unmittelbarer Nähe zum KIGA würden sich alte Menschen (das Altersheim befindet sich wenige Schritte von dem möglichen KIGA-Bau entfernt), beeinträchtigte Menschen mit körperlichen und seelischen Beeinträchtigungen und psychisch beeinträchtigte Drogenabhängige bewegen.

Heute kann man es sich nicht mehr erlauben, solche Beeinträchtigungen menschlich und gesellschaftlich öffentlich abzuwerten. So muss man andere Wege suchen, um ein Projekt zu verhindern, das gerade aus der Begegnung von gesunden und beeinträchtigten Menschen  Kraft schöpfen würde. „Inklusion“ würde gerade mit der Verwirklichung des KIGA Projektes auf dem Gelände der ZOAR von unschätzbarem Wert sein. Argumente, die von der Grünen Dr. Silvia Klengel und mir (Jochen Schmidt, Dipl.-Päd und integrativer Lerntherapeut) vorgebracht wurden, wurden völlig überhört oder ignoriert. Man wollte darüber nicht sprechen, es totschweigen und stattdessen ein Chaos der Verwirrung stiften, das schließlich in dem scheinbar cleveren Schachzug endete, einerseits den dreigruppigen Kindergarten mit 900000,-€ zu genehmigen, andererseits aber Hürden für eine Zustimmung der ZOAR aufzubauen, was dann zu einem Scheitern führen könnte. Der „Schwarze Peter“ wäre dann leicht der ZOAR zuzuschieben.

Eine solche Politik ist einfach unerträglich und schadet der gesamten Gemeinde.

Die in dem Zuge der „Zustimmung“ gefassten Beschlüsse für Alternativlösungen in Heidenfahrt – praktisch schon jetzt Freihaus geliefert – belegen die Unaufrichtigkeit, mit der die CDU  das Projekt KIGA-Bau in Heidesheim betreibt.

In dem Fachausschuss wurden über 1,5 Jahre alle Alternativen geprüft und reiflich diskutiert, auch ein möglicher Modulbau in Heidenfahrt. Das Ergebnis war: Präferenz des KIGA in der ZOAR. Die CDU ignoriert und missachtet auch die Arbeit des Fachaussschusses, in dem sie selbst mit 4 Vertretern mitarbeitet.

Eine Bindung von 40 Jahren an das Projekt ist völlig unüblich. Mit dem katholischen Kindergarten wurde eine 20 jährige Bindung beschlossen und dies ist auch normal.

 

 

 

 

Inzwischen hat Bettingen über die MRZ entgegnet:

 

 

"Die CDU ist weiterhin willens, einen in der Trägerschaft der ZOAR geführten dreigruppigen Kindergarten zu ermöglichen." Die CDU-Fraktion stehe zur Verwirklichung des gesetzlichen Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz. "Hierbei lässt sie sich aber nicht von fragwürdigen pädagogischen Dogmen leiten und ist auch nicht bereit, Experimente zu machen und entsprechende Experimentierfelder für unausgegorene Neuerungen, wie die "Inklusion" zur Verfügung zu stellen" *nach MRZ 12.12.13

 

 

Schmidt wiederum sieht sich durch diese Antwort bestätigt : " Es ist schon toll, wie ein junger Jurist über Erziehungswissensaften urteilen kann. Er hat es wahrscheinlich in seiner eigenen Kindergartenzeit nicht gemerkt, dass dort (im katholischen Kindergarten) lange Zeit ein Vater saß  mit seinem beeinträchtigten Sohn und "Inklusion" lebte. Dass er es gar nicht bemerkte, ist ein sehr überzeugendes Beispiel dafür, was Inklusion ist. Das ist fast 30 Jahre her. Und der Vater war ich und ich praktiziere meine erziehungswissenschaftlichen "Experimente" seit über 30 Jahren!"

 

Aktualisiert ( Donnerstag, den 12. Dezember 2013 um 20:48 Uhr )
 

Gebietsreform: Warum Heidesheim bei der Eingemeindung nach Ingelheim selbstbewusst auftreten sollte

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Einige Jahre gingen schon ins Land bei den Verhandlungen über die Gebietsreform. Wahrscheinlich dachten viele Entscheider damals im Mainzer Landtag, die Reform werde ein Selbstläufer. Weit gefehlt! DAX-Unternehmen wickeln Übernahmen meist binnen eines Jahres ab. Über das Zeitfenster der aktuellen Gebietsreform im Kreis Mainz-Bingen denken daher viele Politiker nicht so laut nach. Es geht nicht um den Verlust  Tausender von Arbeitsplätzen und Synergien in Milliardenhöhe. Aber worum geht es dann überhaupt? Die Frage sollte nach einigen Erfahrungen mit gescheiterten Fusionen wie der Stadt Lahn (am Ende geplatzte Fusion der Städte Giessen und Wetzlar Ende der 70er Jahre) erlaubt sein. Über welche Synergiepotenziale gemessen in Euro redet man bei den involvierten Orten Heidesheim, Budenheim und Ingelheim? Wohl kaum ein seriöser Wirtschaftsprüfer wird sich hier ohne ein großes „ja, aber...“ aus dem Fenster lehnen.

Aktualisiert ( Dienstag, den 10. Dezember 2013 um 08:35 Uhr )
 

Ortsgemeinderat

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1 Schritt vor 2 zurück....

Kita in der ZOAR

Fast 2 Stunden wehrten sich CDU und der Grüne Luser vehement dagegen, einen dreigruppigem Kinderagrten auf dem Gelände der ZOAR zuzustimmen. Wir kennen in Heidesheim Trägerschaften durch "private Vereine". Der katholische Kindergarten existiert schon seit Jahrzehnten in Heidesheim. Jede Baumaßnahme wurde durch staatliche Gelder finanziert: Die Ortsgemeinde trägt die Baukosten, der Kreis die Personalkosten und die Kirche übernimmt: Die Wertsteigerung auf dem Grundstück, die Imagesteigerung "Wir tun Gutes, Soziales". Aber die Kirche liefert auch: sie stellt ihren Grund und Boden zur Verfügung und sie übernimmt die Personalverwaltung. So wird es mit dem "privaten Träger ZOAR" auch sein. Es ist ein Geben und Nehmen für die Beteiligten Macher des Kindergartens.

Man fragt sich, was reitet diese CDU-Fraktion, wenn sie alles Mögliche anführt und in Gang setzen will, nur dass dieser KIGA nicht auf dem ZOAR-Gelände erstellt wird. Immerhin, nach fast 2 stündiger Debatte kommt es zu einer Kompromisslösung: Bau eines dreigruppigen KIGA in der ZOAR mit einer finanziellen Deckelung von maximal 900000 Euro mit die Verpflichtung über 40 Jahre einen KIGA zu betreiben. SPD und Linke wollten 935000 € als Deckel, ansonsten war man sich dann doch einig. Nur zwei SPD Ratsmitglieder stimmten gegen diesen "Kompromiss". Sie befürchten, dass dahinter ein taktischer Schachzug von CDU-Bettingen stecke, um den Bau schließlich so doch zu verhindern und den "Schwarzen Peter" der ZOAR zuzuschieben. Sie vermuten, die ZOAR würde einer 40 jährigen Nutzungsbindung nicht zustimmen. Bisher waren immer nur 20 Jahre im Vertrag, so z.B. mit der kath. Kirche.

Dr. Klengel (Grüne) und J.Schmidt (Linke) betonten, dass der Kindergarten auf dem ZOAR-Gelände eine Riesenchance bedeutet Inclusion zu leben. Die Kinder, wie auch deren Eltern, die Bewohner des Altenheimes als auch die Bewohner des Pflegeheimes könnten nur gegenseitig von einem KIGA auf dem ZOAR-Gelände profitieren. Die sozialen Begegnungen bedeuten eine Bereicherung des Zusammenlebens und bieten Möglichkeiten unschätzbaren Wertes. Es könne davon ausgegangen werden, dass dieser Kindergarten im Kreis, wenn nicht sogar darüber hinaus, einen wertvollen Modellcharakter moderner Inclusion darstellen könne.

Appel (SPD) betonte, dass es eine Riesenchance wäre, einen KIGA in Heidesheim schnell zu erstellen. Die örtliche Lage ist so günstig, wie es kaum besser sein könne: leicht zu erreichen, keine Parkschwierigkeiten.

Bettingen und die CDU setzten sich schließlich mit einer "Alternativlösung" als Plan B im Rat durch, die einen Bau eines Kindergartens in Modulbauweise in Heidernfahrt vorsieht. Allerdings nur, falls das ZOAR-Projekt scheitern sollte. Ist das etwa die Bestätigung der Sorge der SPD-Genossen, dass die CDU hier was anderes im Schilde führte und den KIGA in der ZOAR doch nicht will?

 

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 10. Dezember 2013 um 09:48 Uhr )
 

vorher nachher

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Vorher Nachher

Vor unserem Artikel (siehe unten) und nun danach. Hier war wohl die Initiative von Jochen Schmidt (Linke) im Rat und der "heidesheimer zeitung" erfolgreich. Das Ratsmitglied Schmidt hatte Verbindung mit der Denkmalschutzbehörde aufgenommen. Er fragte nach, warum das Gebäude so dem Verfall presigegeben wird und scheiterte mit einem ANTRAG in der Ortsgemeinde aus "formalen Gründen": die Ortsgemeinde sei nicht zuständig, so Bürgermeister Hessel (CDU). Mit diesen Worten lehnte er eine Behandlung im OG-Rat ab. Allerdings brachte der Linke Augstein im zuständigen Verbandsgemeiderat gleiches vor. Die Veröffentlichungen hier in dieser Zeitung haben dann wohl auch noch mitgeholfen, dass die VG aktiv wurde und wenigstens das Haus nach außen ansehnlich machte. Wie schön!

 

 

AUSSEN HUI UND INNEN ....?

Nicht nur im "Goldenen Lamm", das unter Denkmalschutz steht ist ein elementarer Unterschied zwischen "außen und innen" erkennbar.

Nun sieht auch die Burg Windeck wieder schön aus von aussen. Der Putz wurde nach langem Hickack mit der Verputzerfirma, Rechtstreit und Verzögerungen doch fachgerecht hergestellt, so will man jedenfalls hoffen. Wie es allerdings drinnen ausschaut ?  Eine Baustelle, wie man unschwer an dem Schild des Eingangtores lesen kann: "auf eigene Gefahr"! ist das Betreten der Baustelle. Schade, sehr schade, dass dieses Gebäude und Wahrzeichen von Heidesheim so gar nicht genutzt wird, sieht man mal von dem Burggartenfest und der Kerb ab. Jüngst musste gerade der Verein "kultur+politik" wieder eine Absage für eine NUtzung als Feierort für Silvester entgegennehmen. Und dies, obwohl der Verein vor Jahren die Burg schon für Silvetserfeiern und Kunstausstellungen nutzen durfte. Im Inneren der Burg befindet sich ein Fahrstuhl (!!), der für sehr viel Geld eingebaut wurde, aber nun ungenutzt dahinrostet. Die Decke zum ersten Stockwerk wurde saniert, womit auch eine Einsturzgefahr gebannt wurde. Aber: es gibt kaum Strom, keine Toiletten, keine Heizung.

Das Ratsmitglied Jochen Schmidt (Linke) hat nun den Vorstoß mit einem Antrag im Gemeinderat unternommen, wenigstens das Außengelände für die Öffentlichkeit nutzbar zu machen. Er fordert : freien Zugang und Nutzung für die Bevölkerung von Heidesheim in dem Burggarten. Leider ist Schmidt inzwischen nur einfaches Ratsmitglied und hat keine Antragsrecht mehr . Weil die Bürgerliste die Fraktionsgemeinschaft aufkündigte muss er sich andere Bündnispartner suchen. Immerhin: die Fraktion "Grüne" hat sich dem Antrag von Schmidt angeschlossen und stellt nun mit ihm gemeinsam diesen Antrag nach Öffentlichmachung des Burggartens.

Der Rat hat diesen Antrag in seiner Sitzung am 09.12. in den Fachausschuss verwiesen, dort sollen Öffnungszeiten und Satzung beraten werden

Ratssitzung am 09.12.13 im VG  Ratssaal "Am Goldenen Lamm"  19.00 h

 

Aktualisiert ( Donnerstag, den 12. Dezember 2013 um 15:07 Uhr )
 

SPD und die Basis

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Kann weg!

Leo Fischer "Neues Deutschland"

 


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