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Ortsgemeinderat

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Kita in der ZOAR

Fast 2 Stunden wehrten sich CDU und der Grüne Luser vehement dagegen, einen dreigruppigem Kinderagrten auf dem Gelände der ZOAR zuzustimmen. Wir kennen in Heidesheim Trägerschaften durch "private Vereine". Der katholische Kindergarten existiert schon seit Jahrzehnten in Heidesheim. Jede Baumaßnahme wurde durch staatliche Gelder finanziert: Die Ortsgemeinde trägt die Baukosten, der Kreis die Personalkosten und die Kirche übernimmt: Die Wertsteigerung auf dem Grundstück, die Imagesteigerung "Wir tun Gutes, Soziales". Aber die Kirche liefert auch: sie stellt ihren Grund und Boden zur Verfügung und sie übernimmt die Personalverwaltung. So wird es mit dem "privaten Träger ZOAR" auch sein. Es ist ein Geben und Nehmen für die Beteiligten Macher des Kindergartens.

Man fragt sich, was reitet diese CDU-Fraktion, wenn sie alles Mögliche anführt und in Gang setzen will, nur dass dieser KIGA nicht auf dem ZOAR-Gelände erstellt wird. Immerhin, nach fast 2 stündiger Debatte kommt es zu einer Kompromisslösung: Bau eines dreigruppigen KIGA in der ZOAR mit einer finanziellen Deckelung von maximal 900000 Euro mit die Verpflichtung über 40 Jahre einen KIGA zu betreiben. SPD und Linke wollten 935000 € als Deckel, ansonsten war man sich dann doch einig. Nur zwei SPD Ratsmitglieder stimmten gegen diesen "Kompromiss". Sie befürchten, dass dahinter ein taktischer Schachzug von CDU-Bettingen stecke, um den Bau schließlich so doch zu verhindern und den "Schwarzen Peter" der ZOAR zuzuschieben. Sie vermuten, die ZOAR würde einer 40 jährigen Nutzungsbindung nicht zustimmen. Bisher waren immer nur 20 Jahre im Vertrag, so z.B. mit der kath. Kirche.

Dr. Klengel (Grüne) und J.Schmidt (Linke) betonten, dass der Kindergarten auf dem ZOAR-Gelände eine Riesenchance bedeutet Inclusion zu leben. Die Kinder, wie auch deren Eltern, die Bewohner des Altenheimes als auch die Bewohner des Pflegeheimes könnten nur gegenseitig von einem KIGA auf dem ZOAR-Gelände profitieren. Die sozialen Begegnungen bedeuten eine Bereicherung des Zusammenlebens und bieten Möglichkeiten unschätzbaren Wertes. Es könne davon ausgegangen werden, dass dieser Kindergarten im Kreis, wenn nicht sogar darüber hinaus, einen wertvollen Modellcharakter moderner Inclusion darstellen könne.

Appel (SPD) betonte, dass es eine Riesenchance wäre, einen KIGA in Heidesheim schnell zu erstellen. Die örtliche Lage ist so günstig, wie es kaum besser sein könne: leicht zu erreichen, keine Parkschwierigkeiten.

Bettingen und die CDU setzten sich schließlich mit einer "Alternativlösung" als Plan B im Rat durch, die einen Bau eines Kindergartens in Modulbauweise in Heidernfahrt vorsieht. Allerdings nur, falls das ZOAR-Projekt scheitern sollte. Ist das etwa die Bestätigung der Sorge der SPD-Genossen, dass die CDU hier was anderes im Schilde führte und den KIGA in der ZOAR doch nicht will?

 

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 10. Dezember 2013 um 09:48 Uhr )