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Fassenacht

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SchwachPerfekt 

Was bedeuten die Karnevalsausrufe "Helau" und "Alaaf"?

 

 

Wenn die Narren in der fünften Jahreszeit fröhlich "Helau" rufen, meinen sie eigentlich das angestaubte Adverb "Hellauf" aus dem 18. Jahrhundert. Zusammengesetzt aus dem Partikel "auf" und dem Adverb "hell" bedeutet das Wort soviel wie "hell auflachen". Der Buchstabe "f" fiel wahrscheinlich im Laufe der Jahre der feucht-fröhlichen Karnevalistenlaune zum Opfer. Gleichen Ursprung hat übrigens auch die Redewendung "hellauf begeistert sein".

Etwas anders gestaltet sich die Herkunft des Kölschen Karnevalsrufs "Alaaf". Vermutlich liegt der Ursprung im Begriff "all-ab" (mundartlich "all-af"), was so viel bedeutet wie "alles zur Seite". "Kölle alaaf" könnte man also folgendermaßen frei übersetzen: "Achtung Kölle, Platz da! Hier kommen die Jecken!"

In Ludwigshafen und Mannheim rufen sie "Ahoi".

 Nachdem Schiffer, Hafenarbeiter und Fischer des Binnenlandes den Ausdruck von der Küste übernommen hatten, popularisierten ihn die Karnevalsvereine.In den Umzügen grüßt die Besatzung eines Narrenschiffs das Volk am Straßenrand mit Ahoi! und erhält denselben Gruß zurück. Traditionell ist er in der Kurpfalz verbreitet, etwa in Mannheim mit „Monnem ahoi“ oder „Mannem ahoi!“ und in Ludwigshafen, aber auch in angrenzenden Gebieten wie dem nordbadischen Altlußheim sowie im südthüringischen Wasungen, dort mit „Woesinge ahoi!“ Auf dem Backfischfest der Fischerzunft in Worms wird ebenfalls mit „ahoi“ gegrüßt.