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Kommunalwahl

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Die Briefe sind raus

Die Verbandsgemeindeverwaltung hat alle gewählten KandidatInnen der Kommunalwahl in Heidesheim angeschrieben, ob sie das Mandat annehmen. Nun wird es interessant, welche gewählten KanidatInnen nehmen denn überhaupt das Mandat an? Einige traten sicherlich nur an, um die Liste zu unterstützen auf der sie kandidierten. Sie sind sozusagen "Stimmenfänger" ohne Ambition. Das Mandat wollten sie gar nicht haben. Auf jeder Liste gibt es aber Personen, die durch das Kommunalwahlgesetz auf ihrer Listenposition nach oben wanderten: sie sind beliebt im Ort, sie sind bekannt und sie besitzen das Vertrauen der Wähler. Eine Verpflichtung, die Wahl anzunehmen gibt es allerdings nicht. So mancher Kandidat wurde von den Wählern abgewatscht ( Bettingen CDU, K.Koch CDU), andere dagegen massiv nach vorne "kumuliert": Herbert Pieper z.B. auf der SPD-Liste oder Michael Stüber bei den Grünen, Brigitte Schäfer bei der FWG und Tobias Boos bei den Linken. Ein Wähler sagte: "eigentlich müssten die Kandidaten vor den Wahlen erklären, dass sie das Mandat annehmen würden!" Na, dann sähen die Listen wohl erheblich dünner aus. Aber sie wären ehrlicher!

Nur Fraktionen haben ein Antragsrecht und ein Ausschussbesetzungsrecht. Eine Fraktion ist im Heidesheimer Rat ab einer Stärke von 2 Ratsmitgliedern erreicht. Linke, FDP und FWG müssen also einen Partner finden, wenn sie parlamentarisch wirklich mitwirken wollen. Ansonsten sind ihre Vertreter bessere Zuschauer, die zwar im Rat reden dürfen und auch in den Ausschüssen. Sie besitzen aber kein Stimmrecht in den Auisschüssen, kein Antragsrecht in Ausschüssen und im Rat.

 

MARTIN WEIDMANN NEUER BÜRGERMEISTER VON HEIDESHEIM

der amtierende BürgermeisterJens-Lothar Hessel (CDU) hat eine schwere Schlappe erlitten. Sein Herausforderer Weidmann(SPD) erhielt schon im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit. Über 53 % der heidesheimer Wahlbürger schenkten ihm ihr Vertrauen. Walter Luser (GRüne) blieb mit 9,2 % der Stimmen wohl unter dem Niveau der Wählerschaft der Grünen. Nun wird man sehen, wie die vollmundigen Versprechungen des SPD Kandidaten die rauhe Wirklichkeit der Kommunalpolitik ertragen werden.


Ergebnis

Martin Weidmann     SPD      53,3  %

Jens-Lothar Hessel   CDU      37,5  %

Walter Luser         Grüne       9,2  %

ungültige Stimmen    fast         2 %

 

Neue Verhältnisse im OG Rat !

Großer Gewinner der Wahl sind SPD, BLH und Linke. Die größten Verluste fuhr die CDU ein. Fast erdrutschartig büßte sie die massive Mehrheit im Rat ein. Die SPD konnte wohl besonders durch die Popularität von Martin Weidmann mächtig auf 37,6 % zulegen und wurde stärkste Fraktion mit 8 Ratssitzen. Überraschend nur in der Höhe der Sieg des "Bündnisses Lebenswertes Heidesheim" mit  7 % der Stimmen und 2 Sitzen im Rat. Die kleine Linke verdoppelte fast ihre Stimmenzahl auf 4 % muss aber auch noch mit nur einem Sitz im Rat zufrieden sein.

Große Verlierer also die CDU die jetzt nur noch auf 34% der Stimmen kam und nur noch 7 Sitze besetzen kann ( - 3), auch die Grünen büßten kräftig ein (5 % Verlust) und müssen nun mit 10,2 % der Stimmen und  2 Sitzen im Rat zufrieden sein.

Ganz herb fiel die Wahl für die Bürgerliste aus, die nun nicht mehr im OG-Rat von Heidesheim vertreten sein wird. 2 % der Stimmen reichten nicht für einen Ratssitz. Den schafften die FWG und die FDP knapp mit 2,4 % bzw. 2,7 %.

SPD                     37,6 %          8 Sitze

CDU                    34,1 %          7 Sitze

Grüne                 10,2 %           2 Sitze

BLH                     7,0 %           2 Sitze

Linke                   4,0 %           1 Sitz

FDP                     2,6 %           1 Sitz

FWG                    2,5 %           1 Sitz

Aktualisiert ( Dienstag, den 10. Juni 2014 um 20:58 Uhr )