• Increase font size
  • Default font size
  • Decrease font size
Start Kulturelles
Kulturelles

Eisfreuden

E-Mail Drucken PDF

Sonne, Sommer, Eis

Nun ist es doch wieder möglich: Eislutschen in Heidesheim. Der Eisladen ist wieder geöffnet und präsentiert italiensiches Eis von der "Epsch-Seit'". Und ´>> es schmeckt. Na, endlich!

Aktualisiert ( Sonntag, den 16. Juni 2013 um 14:28 Uhr )
 

Berndes ...Allee

E-Mail Drucken PDF

Berndesallee

Kontroverse Diskussion

Gut besucht war die Veranstaltung von kultur+politik. Fast 50 Besucher hörten den Vortrag von H.-G. Meyer, der mit erstaunlichen Recherchen versuchte zu belegen, dass "Berndes" - nachdem eine Straße in Ingelheim benannt war und eine noch in Heidesheim benannt ist - keine zu mystifizierende Heldenperson war, sondern wie Meyer zusammenfasste: ein Opportunist. Berndes war bereits 1933 der NSDAP beigetreten und zeichnete sich im Verlauf der Jahre von 33 bis 45 durch aktive Politik für die Nazipartei und gegen die jüdische Bevölkerung aus. Meyer charakterisierte Berndes als eben einen aktiven Vertreter der Naziideollogie. Ohne solche Menschen wie Berndes hätte der Faschismus in Deutschland nicht Verbreitung gefunden, Berndes habe nie aus Not oder Zwang für die Nazis handeln müssen. Dabei gab Meyer auch Fakten zur Kenntnis, die eindeutig belegen, dass Berndes auch in der ihm zugeschriebenen Aktion am Ende des 2. Weltkrieges unglücklich aber nicht heroenhaft gehandelt habe. Berndes scheint danach eher eine tragische Figur, die durch eine fatale Fehleinschätzung der militärischen Lage den Tod am Strang erlitt. Meyer betonte, dass es endlich gelte, sich von Mythenbildung und Märchenranken zu verabschieden. Die üblichen - eher auf Gerüchte und zweifelhaften Zeitzeugenberichten basierenden - Darstellungen, heroisierten auf unzulässige Art und Weise eine Handlung, die so gar nicht stattgefunden habe. In den Köpfen mancher stellt sich vielleicht die Endphase der Kriegshandlungen in Rheinhessen und speziell in Ingelheim so dar, dass Berndes quasi heroenhaft Ingelheim mit der weißen Fahne in der Hand den heranrückenden amerikanischen Truppen kampflos übergeben wollte, damit viele Opfer in Ingelheim verhinderte und dafür schließlich von den Nazis aufgehängt wurde. Meyer belegt mit akribischen Dokumenten, dass dies eine Mär sei, die jeder Wahrheit widerspreche. Berndes saß einer Falschmeldung auf, einer Verwechslung von Gau-Algesheim und Waldalsgesheim. Er ging deshalb davon aus, dass die Amerikaner kurz vor Ingelheim stünden ( In Wahrheit kamen sie erst 2 Tage später). Er wollte als Führer des Volkssturms und durch eine knappe Abstimmung mehrerer Beteiligter daraufhin Ingelheim kampflos übergeben. Dies wurde ihm dann zum Verhängnis. Später gab es in der Tat kaum Widerstand gegen den Einmarsch der Amerikaner. Meyer: "Berndes ging davon  aus, dass ihm nichts mehr passieren konnte!" Herr Meyer veröffentlichte in seinem Vortrag erstmals einen Brief eines der Söhne von Berndes, der darin aufforderte, den Straßennamen "Berndesstraße" in Ingelheim zu entfernen.

Ungeachtet der vielen Belege und Dokumente von H.-G. Meyer sprachen sich einige Besucher der Veranstaltung für den Verbleib des Straßennamens aus. Dabei wurde immer wieder darauf hingewiesen, dass die Tat von Berndes doch die gewesen sei, weitere Opfer in Ingelheim zu verhindern, er sei praktisch ein Saulus gewesen, der zum Paulus wurde. Zumindest sei es eine "gebrochene Persönlichkeit", wie es ein Diskutant nannte. Es wurde entgegnet, was wir wohl unseren Kindern vermitteln, wenn wir eine solche Person ehren, welche Werte wir da hochhalten: Opportunismus, Duckmäusertum, Schweigen, Verdrängen...das könnten doch nicht unsere Werte in der heutigen Demokratie sein.

Die Veranstaltung zeigte, dass es noch einiger Diskussionen in Heidesheim bedarf, bis eine Entscheidung getroffen werden kann. Die Veranstalter versprachen nicht zu schweigen und weiter zum Nachdenken beizutragen.

 

Aktualisiert ( Donnerstag, den 17. Mai 2012 um 13:08 Uhr )
 

Zaubertricks der Politik

E-Mail Drucken PDF

Mehr als 100 000 weggezaubert

Eine Anfrage der Grünen hat im Bundestag ergeben, dass die Bundesregierung mehr als 100000 ältere Arbeitslose einfach aus der Statistik verschwinden lässt. Die "Süddeutsche" berichtete , dass etwa 105000 ältere Menschen bei der Bundesagentur für Arbeit registriert sind, ohne in der Erwerbslosenstatistik aufzutauchen.

2008 beschlossen CDU und SPD, dass Menschen , die mindestens 58 Jahre alt sind und länger als 12 Monate ohne Jobangebot Hartz IV beziehen, nicht mehr als arbeitslos geführt werden. Stattdessen parkt man sie ind er "Unterbeschäftigungsstatistik". Aus der Antwort des Bundesarbeitsministeriums an die Grünen geht auch hervor, dass sich die Situation älterer Arbeitsloser verschlechtert hat. So fielen im November 2011 rund 105000 Betroffene unter die fragwürdige Regelung. Ein Anstieg um 16 % gegenüber dem Vorjahr. der Linke Ulrich Maurer bringt es auf den Punkt: "Die arbeitsmarktpolitischen Erfolge der Bundesregierung entpuppen sich als eine üble Mischung aus Taschenspielertricks und Vermittlung in prekäre Beschäftigung"

Es verschwinden aus der Arbeitslosenstatistik: 1,5 Millionen Personen, die in einer Arbeitspolitischen Maßnahme stecken, Ein-Euro-Jobs, wer krankgeschrieben ist oder nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten kann. Hinzu kommt die "stille Reserve". Das sind Menschen, die sich nicht als arbeitssuchend gemeldet haben. Sie sind zwar erwerbs- bzw. arbeitslos, melden dies aber nicht. Die Zahl dieser Dunkelziffer wird von seriösen Schätzungen auf 1 Million beziffert.

So erscheinen die veröffentlichten Arbeitslosenzahlen immer erheblich niedriger als tatsächlich vorhanden.

Aktualisiert ( Mittwoch, den 08. Februar 2012 um 21:38 Uhr )
 

Radweg zum Sportplatz gesperrt! - Und sie wissen nicht was sie tun…

E-Mail Drucken PDF

Radweg zum Sportplatz gesperrt!  –

Und sie wissen nicht was sie tun …

(Heidesheim, 4.10.2011) – Die Binger Straße in Heidesheim ist seit geraumer Zeit eine Baustelle und für den Verkehr gesperrt. Seit gut einer Woche nun prangt auch an dem Verbindungsweg zwischen Heidenfahrtstraße und Jakob-Frey-Sportanlage / VG-Halle – bislang ohne Einschränkung für den Verkehr freigegeben - das Verkehrszeichen mit der amtlichen Nummer 250 und der Bezeichnung „Verbot für Fahrzeuge aller Art“.

Inhaltlich bedeutet dies, dass dort fortan weder Kraftfahrzeuge noch Fahrräder fahren dürfen. Allein Fußgänger dürfen den Weg noch nutzen (fragt sich nur wie lange noch; vielleicht wird ja auch dies demnächst untersagt?).

Nicht genug, dass PKW aus Heidesheim kommend den einzigen direkten Weg zur Sportanlage nun nicht mehr nutzen dürfen und die stark frequentierte Umleitung zusätzlich belasten, aber Fahrräder?  Warum um Himmels Willen ist das nun auch noch verboten? Will man die Heidesheimer Jugend, die sich sportlich betätigen möchte, nun allen Ernstes auf die Umleitungsstrecke über Heidenfahrtstraße, Autobahnbrücke, vorbei an der Kläranlage, über die Umgehung Richtung Autobahnzubringer, zum zweiten Mal über eine Autobahnbrücke, dann über die L422/Binger Straße Richtung Heidesheim und schließlich durch die Bahnunterführung zum Sportplatz schicken?

Die Verantwortlichen bei der Gemeinde, die sich so etwas ausgedacht haben, müssen sich fragen lassen, ob sie sich bewusst waren, was sie mit diesem Verwaltungsakt angeordnet haben. Oder kennen sie etwa die Bedeutung des Verkehrszeichens Nummer 250 nicht. In beiden Fällen  gilt: Und sie wissen nicht  was sie tun…

Zum Wohl aller Sportlerinnen und Sportler der TSG, insbesondere der Kinder und Jugendlichen: Gebt den Weg wieder frei – zumindest für die Radfahrer!

Rainer Wilhelm (Heidenfahrt),
Jugendbetreuer der TSG 1848 Heidesheim

Aktualisiert ( Montag, den 14. November 2011 um 07:31 Uhr )
 

Kultur und Politik feiert 10Jähriges

E-Mail Drucken PDF

Aktualisiert ( Samstag, den 19. November 2011 um 09:17 Uhr )
 


Seite 1 von 2