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Die Verschuldung Heidesheims

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Seit der Amtsübernahme von Ortsbürgermeister Jens Hessel haben sich die Gesamtverbindlichkeiten der Ortsgemeinde Heidesheim um fast 200 Prozent erhöht. Die nachfolgende Grafik zeigt die Entwicklung von Ende 1999 bis Ende 2012 in Euro. Unten eingeklinkt in die Balkendiagramme ist die Höhe der jeweiigen Kassenkredite (ebenfalls in Euro). Sie sind im Betrachtungszeitraum um sage und schreibe fast 25.000 Prozent gestiegen. Hauptursache dafür ist die Finanzierung der Jakob-Frey-Sportanlage im Rahmen eines PPP-Projektes. Wo sonst ein Investor das Geld einbringt, "glänzt" die Ortsgemeinde als Finanzierer.

Zahlenquelle: Verbandsgemeinde Heidesheim.

 

Aktualisiert ( Montag, den 04. März 2013 um 14:50 Uhr )
 

Noch wirklich ein Dorf des Weines?

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Ein Blick in die Heidesheimer Weinszene / Hobbywinzer als Motor

Mittwoch 07.03.


Ob zum Jubiläum 1250 Jahre Heidesheim, zum Erntedankfest oder anderen feierlichen Anlässen, die Nordrheinhessen-Gemeinde wirbt stets mit dem Slogan „Dorf des Spargels, des Obstes und des Weines“. Doch wie ist es aktuell um die Heidesheimer Weinkultur bestellt?

Schon ein Blick in die Agrarstruktur-Angaben des Statistischen Landesamtes Rheinland-Pfalz zeigen: In Sachen Wein ist in Heidesheim heute nicht mehr viel los. Für die Ortsgemeinde werden gerade noch einmal sieben Weinbau-Betriebe mit mindestens 0,3 Hektar bestockter Rebfläche ausgewiesen (diese amtlichen Zahlen stammen allerdings aus dem Jahr 2007). Summa summarum stehen 38 Hektar zur Ernte zur Verfügung. Die Weißweinsorten lagen demnach mit 50,5 Prozent der Anbaufläche leicht vorne, doch der Rotwein-Boom der letzten Jahre könnte hier die Werte verdreht haben.

Toplage „Steinacker“
Die Heidesheimer Rebstöcke stehen ausschließlich in der Großlage Kaiserpfalz. Sie zählen zu den Einzellagen Höllenberg (Richtung Osten), Steinacker (Richtung Wackernheim) und Geißberg (Richtung Westen), wie der Weinatlas des Deutschen Weininstitutes in Mainz ausweist. Dabei muss der Steinacker mit seinem tiefen, trockenen und eben steinigen Boden als Toplage – insbesondere für den Riesling  – angesehen werden. Auch Ingelheimer Winzer nutzen das Heidesheimer Terroir.

Jungwinzer Fehlanzeige, Lehrer Kühne geht voran
Doch während immer mehr (junge) Winzer mit ihren Kreszenzen aus dem nördlichen Rheinhessen in der Weinszene für Furore sorgen, zeigt sich in Heidesheim fast keine Regung. Jungwinzer – Fehlanzeige. Weinqualität – mäßig.

 

Aktualisiert ( Freitag, den 07. Dezember 2012 um 20:47 Uhr )
 

Ausgerechnet Borrmann

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Hermann-Josef Berg aus Heidesheim schrieb diesen Leserbrief an die Allgeneine Zeitung Mainz, nachdem deren Redakteur Dieter Oberhollenzer ein Interview mit VG-Bürgermeister Joachim Borrmann zur Zwangsfusion von Heidesheim und Budenheim geführt hatte.

Wie dumm muss ein Bürgermeister sein, wenn er offene Türen avisiert, aber gleichzeitig artikuliert, dass die Budenheimer nicht wüssten, waeigentlich eine VG sei. Mir scheint, die Heidesheimer Nachbarn wissen sehr wohl, was Ihnen mit der Verbandsgemeinde Heidesheim droht. Auch wenn letztlich die Veränderungen für den Bürger kaum spürbar sein werden, für die Finanzierung der VG Heidesheim-Budenheim – über die Umlage – ist sie ein Segen für den bisherigen hochverschuldeten Nachbarn. Wenn der Heidesheimer VG-Bürgermeister, Joachim Borrmann, jetzt (über die Öffentlichkeit) Gespräche und einen Plan B fordert, gesteht er nur ein, bislang genau dieses versäumt zu haben. Dies jetzt mit dem arroganten Hinweis zu tun, Budenheim wisse nicht, was eine VG ist, wird die Türen kaum nennenswert öffnen. Genau so unklug war der Heidesheimer Ortsbürgermeister, Jens Lothar Hessel, als er Richtung Ingelheim die Beteiligung Heidesheims an den Gewerbesteuer-Einnahmen der Rotweinstadt forderte. Wer Verhandlungsführer oder -beteiligter sein will, sollte wahrlich schon (vorher) einen Plan haben.

Aktualisiert ( Freitag, den 23. November 2012 um 13:03 Uhr )
 

Volkstrauertag

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Brest 

Ich denke an meinen Onkel

im Westen

weit der Heimat am äußersten Zipfel von Europa

mit tausenden anderer Soldaten

in dem eisigen Grund schlummert er

heldenhaft gefallen, hieß es, für das Vaterland

gefallen ist er durch eine Kugel eines Kameraden

feiern wollte er

seine Beförderung

zu menschlich war sein Gefühl in eisiger Zeit des Krieges

Seine Frau, sein Kind, seine Eltern hatten keine Zeit

zum Trauern

Sie mussten fliehen vor den tosenden Waffen des Feindes

ganz am anderen Ende von Europa

im Osten

die Tochter, wo mag sie jetzt wohl sein

4 Jahre hatte sie zum Leben

der Vater, erschossen von einem Soldaten

die Mutter, sie konnte nicht weiter laufen

der Wegesrand wurde ihr ewiger Ort

seine Frau gefangen, von feindlichen Soldaten

gezwungen und erniedrigt

allein das Leben blieb ihr

doch ohne Mann und Kind und Eltern

 

sie waren keine Helden

sie wollten nie Helden sein

leben wollten sie

nichts als leben

js

Aktualisiert ( Dienstag, den 20. November 2012 um 16:02 Uhr )
 

Gebietsreform: Bürgerliste schlägt "Perspektivforum" vor

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Nach Auffasung der Bürgerliste Wackernheim-Heidesheim haben alle beteiligten Kommunen – VG Heidesheim, Budenheim und Ingelheim – bislang in Sachen Gebietsreform wenig Verhandlungsgeschick gezeigt. BL-Vorsitzender Hermann-Josef Berg: „Alle drei Gebietskörperschaften stellten in ihren Gesprächen nur das Nein in den Vordergrund. Budenheim will nicht mit Heidesheim und umgekehrt, Ingelheim nicht mit der VG Heidesheim. Am Ende der Freiwilligkeitsphase und der sich wohl abzeichnenden Zwangsfusion von VG Heidesheim und Budenheim gibt es keine zukunftsgerichteten Erkenntnisse. Gerade weil eine Verfassungsgerichtsklage Budenheims keine aufschiebende Wirkung haben dürfte, sei es mehr als sinnvoll, bereits jetzt mögliche Felder gemeinsamen Handelns und Optimierens auszuloten.“ In puncto Budenheimer Verhalten erinnerte Berg daran, dass Wackernheim in der 1970er Jahren bereits mit einer Verfassungsgerichtsklage gescheitert sei, als es die Eingemeindung nach Mainz angestrebt habe.

Die Bürgerliste schlägt daher ein „Perspektivforum“ vor, das bis zum Ende der Freiwilligkeitsphase erste konkrete Ergebnis vorlegen soll. Dies sei sinnvoller, als Mitte Juni in Heidesheim einen Bürgerentscheid pro Ingelheim durchzuführen, der letztlich keinen Einfluss auf die Entscheidung der Landesregierung haben dürfte. Auch Ingelheim solle sich an diesem Gesprächskreis beteiligen. Möglicherweise gebe es doch mehr Anknüpfungspunkte für eine kommunale Zusammenarbeit, als dies gegenwärtig wahrgenommen werde. Berg wörtlich: „Auch Ingelheim sollte noch einmal prüfen, ob sich die Stadt als rheinhessisches Mittelzentrum weiterentwickeln möchte, zumal Heidesheim im Ortsteil Uhlerborn durchaus entwicklungsfähige Gewerbeflächen habe.     

„Keiner der handelnden Ober-, Verbands- und Ortsbürgermeister hatte jeweils einen wirklichen Plan B in der Tasche”, so Berg, “sonst hätte es zusammenarbeitsorientierte Sondierungsgespräche gegeben.“ Wie taktisch klug sei es denn, fragt er, eine Eingemeindung nach Ingelheim zu bevorzugen, ohne selbst die Chancen einer die Selbstständigkeit erhaltenden Fusion mit Budenheim konkret zu prüfen.

Deutliche Kritik äußert der BL-Repräsentant in Richtung Verbandsbürgermeister Joachim Bormann und Ortsbürgermeister Jens-Lothar Hessel (Heidesheim): „Beide haben die Verschuldung ihrer Gebietskörperschaften mit überdimensionierten Projekten – wie die Mensa für die Ganztagsschule und das PPP-Projekt Jakob-Frey-Sportanlage – vorangetrieben, unternehmen jetzt aber nichts, um die Gebietsreform als Ansatz für Überlegungen zum Schuldenabbau zu nutzen.“ Sicherlich verschlinge die Kreis- und VG-Umlage ein großes Haushaltsvolumen, aber eine Verschuldung von VG und Ortsgemeinde Heidesheim von annähernd 20 Millionen Euro seien auch „großkotzigem, kurzsichtigem Handeln geschuldet“. Das Thema Entschuldung ende aber nicht mit dem Auslaufen der Freiwilligkeitsphase. “Auf der jüngsten Akademischen Feier zum Jubiläum 1250 Jahre Heidesheim”, sagte Berg, “stellt sich der Ortschef hin und betont die große Identität und Leistungsfähigkeit seiner Gemeinde und ihrer Vereine – andererseits ist er eher bereit, Heidesheim nach Ingelheim einzugemeinden, als nach langfristigen Lösungen der Entschuldung zu suchen.”

 

Aktualisiert ( Dienstag, den 27. März 2012 um 09:33 Uhr )
 


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